Bei diesem Schinken handelt es sich um einen New York Staatsanwalt, der eine reiche Geschäftsfrau wegen Prostitution und anderen Delikten anklagt. Nur als junger Bursche kannte Mike Keyes sie, die ihm damals schon den Kopf verdreht hat; da hat Marja aber noch in armen Verhältnissen gelebt. Durch den Blick in die Vergangenheit beleuchtet Robbins abwechselnd Marjas Leben bis es wieder zurück in den Gerichtssaal ins Jetzt geht. Unterschiedliche Erzählperspektiven sind immer hilfreich, denn der erste Jetzt- Teil wird aus der Sicht des Staatsanwalts beschrieben. Die Charaktere füllt Robbins mit genug Leben, dass sich Leser schnell in die Protagonisten hineinversetzen können. Der Plot geht gut voran, die Schicksale machen neugierig. Harold Robbins (1916- 1997, New Yorker) hatte seine eigene prime time in den 50er und 60er Jahren und die Zeit stellt auch immer der Hintergrund seiner Bücher, viele von denen als Serien verfilmt. Können Leser im 21.Jahrhundert solche action Schmonzetten noch lesen? Ich hab keine Ahnung. Warum ich boomer so was lese? Hey, man darf auch mal 'ne Seifenoper gucken.
Sonntag, 16. August 2026
14) Die Moralisten
Sodele, wie immer hab ich keinen blassen Schimmer, wie dieses paperback in meine Hände geriet. Ich kannte halt den Herrn Robbins aus meiner Jugend als Leserin von "The Carpetbaggers" (Die Unersättlichen). "79 Park Avenue" von 1955 wurde in Deutschland als "Die Moralisten" verlegt, ebenfalls 1955 bei Bertelsmann. Es sind 400 ganz unterhaltsame Seiten, wenn man highsociety- Cinderella Dramen mag. Why not? Gute Sommerlektüre für den Strandkorb oder Adventsteestunden. Jedenfalls waren die meisten von Robbins' Romane in den 50-70er Jahren Bestseller.
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